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WordPress installieren – die ultimative 5 Minuten Anleitung

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circa. 5 Minuten

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Diese Grundlagen lernst du:

  • wie du auf deinen Webserver zugreifen kannst
  • wo du die deutsche WordPress Version findest
  • wie du WordPress auf deinem Webserver installierst
  • die ersten Schritte mit WordPress

Im vorherigen Kapitel haben wir dir gezeigt, wie du einen passenden Hoster findest und eine Domain auswählst. In diesem Kapitel zeigen wir dir nun, wie du auf seinem Webserver WordPress installieren kannst.

Bietet dein Hoster einen Installationsservice für WordPress an, kannst du diesen natürlich nutzen. Falls das nicht der Fall ist, möchten wir dir in dieser Schritt für Schritt Anleitung zeigen, wie du WordPress installieren kannst.

Inhaltsverzeichnis

1. Verbindung zum Webserver herstellen
2. WordPress auf Deutsch herunterladen
3. Datenbank für dein WordPress Projekt anlegen
4. WordPress auf dem Webserver installieren
5. Die ersten Schritte mit WordPress

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Stelle die Verbindung zu deinem Webserver her

Deinen Webserver kannst du dir wie eine virtuelle Festplatte vorstellen. Du hast bei deinem Hoster einen Speicherplatz erworben, wo du deine Website hosten kannst. Da diese Festplatte aber nicht einfach wie ein USB Stick in deinem PC eingesteckt werden kann, benötigst du ein s.g. FTP-Programm, mit dem du Daten von deinem PC auf deine virtuelle Festplatte bei deinem Webhoster kopieren kannst.

FTP Client herunterladen und installieren

Um deine Daten auf deinen Webserver zu laden empfehlen wir dir Filezilla. Filezilla ist ein kostenloser FTP Client für Windows, Mac und Linux. Diesen kannst du dir hier herunterladen. 

Filezilla installieren

Hast du das Programm heruntergeladen, findest du es meist in deinem "Download" Ordner. Klickst du doppelt auf die Datei öffnet sich der Installationsprozess. 

Du solltest das optionale Angebot abwählen

Durch den Installationsprozess kannst du dich jetzt einfach durchklicken. Beim "Optional Offer" empfehlen wir die Option abzuwählen, da sonst einfach ein vorgeschlagenes Programm auf deinem PC installiert wird.

Klickst du jetzt auf "Next" startet die Installation von Filezilla.

So verbindest du dich beim WordPress installieren mit dem Server

Öffnest du nun das Programm, sieht du im oberen Bereich vier Eingabefelder.

Felder zur Angabe der FTP Daten

Hier musst du deine FTP-Zugangsdaten eingeben. Diese bestehen aus dem Host, deinem Benutzernamen und deinem Passwort. Du findest die Zugangsdaten in der Regel im Kundenmenü deines Hosters.

Die FTP Zugangsdaten können zum Beispiel so aussehen:
Host Adresse/Server: deine-domain.de
Benutzername: FTP-Benutzername
Passwort: 123Passwort

Hast du dich erfolgreich mit deinem Webserver verbunden, werden dir nun im unteren Bereich zwei Spalten mit Dateien angezeigt.

FTP Programm bei der Installation von WordPress

In der linken Spalte findest du die Ansicht der Daten auf deinem Computer. In der rechten Spalte werden dir alle Daten angezeigt, die sich auf deinem Webserver befinden. Vielleicht sind hier schon Daten hinterlegt, in der Regel ist dein Webserver zu Beginn aber noch leer.

Jetzt kannst du theoretisch schon Dateien von deinem PC auf deinen Webserver hochladen. Da wir aber nicht einfach Dateien wie HTML Daten oder Bilder hochladen möchten, müssen wir noch einen Zwischenschritt einlegen.

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WordPress herunterladen und auf dem Webserver hochladen

Damit du WordPress auf deinen Server hochladen kannst, musst du dir WordPress natürlich erst einmal herunterladen. Die deutsche WordPress Version findest du unter wpde.org/download.

Diese Datei wird als .zip Datei heruntergeladen. Vor dem installieren, musst du die Datei natürlich noch entpacken.

Jetzt hast du einen entpackten Ordner, der meist mit der Versionsnummer und der Sprache von WordPress benannt ist. In diesem Ordner befindet sich ein Ordner namens „wordpress“ und darin befinden sich weitere Daten. Genau diese Daten musst du jetzt auf deinen Webserver hochladen.

Dateipfad und Ordnersturktur der WordPressdateien

Dazu gehst du einfach zurück in dein FTP-Programm. Auf der linken Seite gehst du jetzt zu dem Ort auf deiner lokalen Festplatte, wo dein WordPress Download gespeichert ist und öffnest den letzten WordPress Ordner, sodass du jetzt eine ganze Menge Dateien siehst. Mit STRG + A kannst du diese Dateien alle markieren und schließlich ganz einfach mit deiner Maus auf die rechts Seite, also auf deinen Webserver ziehen. Je nach Internetverbindung kann das hochladen der Dateien einige Zeit dauern.

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Datenbank anlegen

In dieser Zeit solltest du jetzt deine Datenbank anlegen, denn nur so kannst du WordPress installieren. Die Datenbank solltest du ebenfalls relativ einfach im Kundenmenü deines Hosters anlegen können. Vielleicht wurde diese auch bereits automatisch für dich erstellt.

Bei Domain Factory findest du diese Funktion unter Auftragscenter > für Profis > MySQL Datenbanken.

Datenbank zum WordPress installieren erstellen

Der Datenbankname wird automatisch vergeben. Du musst nur noch ein Passwort angeben und anschließend auf „Datenbank erstellen“ klicken. Schon wird deine Datenbank angelegt.

Dein Passwort und den Namen der Datenbank solltest du dir notieren. Diese Daten benötigen wir für die Installation von WordPress.

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WordPress installieren in 5 Minuten

Sind alle Daten auf deinem Webserver hochgeladen, geht es jetzt an die das eigentliche WordPress installieren. Dazu musst du nun deine Domain in einem Browser deiner Wahl aufrufen. Du gelangst jetzt zu einem Infofenster. Hier findest du noch einmal eine Übersicht über alle Daten, die du für die Installation benötigst. Klicke jetzt einfach auf "Los geht's".

Jetzt öffnet sich das folgende Fenster:

Wordpress installieren: Datenbankzugangsdaten angeben

Hier musst du deine Zugangsdaten zu deiner Datenbank eingeben. Dazu gehört der Datenbankname, der Benutzername, das Passwort sowie der Datenbank-Host. Falls du diese Daten nicht im Kundenmenü deines Webhosters findest, solltest du diesen kontaktieren. Solange du keine weiteren WordPress Projekte mit dieser Datenbank installiert hast, kannst du den bestehenden Tabellen-Präfix (wp_) behalten. Diesen Schritt musst du jetzt noch einmal bestätigen.

Einen großen Teil der Installation von WordPress hast du bereits geschafft. Im nächsten Fenster musst du jetzt einfach auf "Installation ausführen" klicken.

Hast du das erledigt, solltest du zu folgendem Fenster weitergeleitet werden:

Die Willkommensseite bei der WordPress Installation

Das ist die Willkommensseite von WordPress. Hier musst du dich zunächst für einen Titel der Website entscheiden. Diesen wirst nachher im Tab des Browsers sehen. Aber keine Angst, diese Angabe kannst du auch nachher noch verändern.

Als nächstes musst du nun einen Benutzernamen und ein Passwort angeben. Dieses solltest du notieren, da du dich darüber bei WordPress einloggen musst. Achte darauf das du einen einzigartigen Benutzernamen wählst (Admin wäre hier zum Beispiel eine eher schlechte Wahl). Auch dein Passwort sollte nicht so einfach zu ermitteln sein. WordPress füllt dieses Feld seit der neusten Version auch automatisch mit einem starken Passwort aus. Das Passwort musst du aber nicht unbedingt behalten. Wenn du ein eigenes Passwort wählen möchtest, klicke einfach in das Feld und lösche das vorgegebene Passwort.

Zu guter Letzt musst du noch deine E-Mail Adresse eingeben. Prüfe lieber zweimal, ob diese auch wirklich richtig ist, denn nur so kannst du dein Passwort anfordern, falls du es mal vergessen haben solltest.

Außerdem empfehlen wir dir, die Suchmaschinen in der Entwicklungsphase von deiner Website auszuschließen. So kann deine Website nicht im halbfertigen Zustand über Google und Co. gefunden werden.

So loggst du dich im Backend deiner Seite ein

Hast du die Installation soweit ausgeführt, kannst du dich im Backend (der Ort wo du zum Beispiel Seiten und Beiträge anlegen kannst) deiner Website einloggen.

Das Loginfenster nach der WordPress Installation

Zum Login gelangst du über deine-domain.de/wp-admin. Hier musst du nun den Benutzernamen und das Passwort eingeben. Diese Daten hast du gerade beim WordPress installieren selbst angegeben.

Nutzt du einen geschützten bzw. nicht öffentlichen PC kannst du das Häkchen bei "Angemeldet bleiben" setzen. So wirst du beim nächsten Besuch des WordPress Backends deiner Website automatisch angemeldet.

Fertig!

Du hast WordPress nun installiert. Zum Einstieg möchten wir dir jetzt noch die ersten Schritte mit WordPress zeigen.

Die ersten Schritte mit WordPress

Die Website nach der WordPress Installation mit Standardtheme

So könnte deine WordPress Website zu Beginn aussehen.

Wenn du dich nach dem WordPress installieren eingeloggt hast, gelangst du erst einmal zu der Übersichtsseite von WordPress. Hier findest du die Seiten und Beiträge, die bereits automatisch für deine Seite erstellt wurden. Auch ein Template wurde automatisch aktiviert. Rufst du also jetzt deine Website auf siehst du bereits einen Textbeitrag und ein Design.

So füllst du deine neue Website mit Inhalten

Bevor du damit beginnst, dich auf die Suche nach einem passenden Theme zu machen, solltest du zunächst einige Inhalte erstellen. So siehst du direkt wie ein Theme die verschiedenen Inhalte darstellt und kannst dann entscheiden, ob es dir so gefällt. Du kannst natürlich erst einmal Mustertexte verwenden. WordPress bietet zwei unterschiedliche Inhaltstypen an: Seiten und Beiträge.

Der Unterschied zwischen Beiträgen und Seiten bei WordPress

Sicherlich kennst du bereits Blogs. Hier findest du meist einige Texte in umgekehrter, chronologischer Reihenfolge. Genau das sind Beiträge bei WordPress. Beiträge enthalten meist Daten und können in Archiven oder Kategorien geordnet werden. Der Inhalt der Beiträge beschäftigt sich oft mit aktuellen News oder Ereignissen.

Seiten sind statisch und werden in der Regel nicht nach Datum sortiert. Auch Tags oder Kategorien werden nicht verwendet. Ein Beispiel wäre zum Beispiel das Impressum oder eine Unternehmensseite.

So legst du neue Seiten an

Erstellst du eine Website wirst du vermutlich hauptsächlich Seiten verwenden. Deshalb ist es auch sinnvoll mit dem Anlegen dieser zu beginnen. Dazu klickst du in der Seitenleiste einfach auf „Seiten“. Dort findest du zunächst eine Übersicht über all deine Seiten. Klickst du oben auf „Erstellen“ kannst du eine neue Seite anlegen und diese mit Inhalten füllen.

Damit deine Seiten auch auf deiner Website angezeigt werden, musst du noch einige Einstellungen vornehmen.

Startseite festlegen bei WordPress

Beim WordPress installieren legt WordPress automatisch deine Beitragsseite als Startseite an. In der Regel ist das aber bei einer Website nicht gewollt. Um das zu Änderung musst du Einstellungen > Lesen aufrufen. Hier findest du nun den Punkt „Startseite zeigt“. Ausgewählt wird hier vermutlich „deine letzten Beiträge“ sein. Da wir aber eine statische Seite als Startseite haben möchten, musst du hier natürlich das auswählen und anschließend im Dropdownmenü unter Startseite deine Wunschseite anklicken.

Die Startseite deiner Website festlegen

Die Startseite kannst du unter Einstellungen > Lesen festlegen.

Möchtest du keine Beiträge veröffentlichen, kannst du die Auswahl hier einfach leer lassen. Klicke anschließend auf „Änderungen übernehmen“.

Rufst du deine Website jetzt auf, wird die Seite, die du ausgewählt hast, als Startseite angezeigt.

So erstellst du ein Menü

Vielleicht wurden deine neu angelegten Seiten bereits automatisch zum Menü hinzugefügt. Falls nicht, kannst du selbst ein Menü erstellen. Dazu klickst du auf Design > Menüs. Hier kannst du ein neues Menü erstellen und es anschließend über „Positionen verwalten“ einer Position zuordnen.

URLs optimieren

Dir ist wahrscheinlich bereits aufgefallen, dass deine URLs noch nicht besonders eindeutig sind. Auch das solltest du unbedingt noch ändern. Das kannst du unter Einstellungen > Permalinks tun. Wähle hier „Beitragsname“ aus. So wird der Titel deiner Seite als URL verwendet.

WordPress Plugins installieren

Es gibt auch noch einige Plugins, die dir bei der Optimierung und Erstellung deiner Website helfen. Um diese zu installieren musst du nur auf „Plugins“ klicken. Oben findest du nun den Button „Installieren“. Dort kannst du nach den Plugins suchen.

Einige Plugins, die wir regelmäßig einsetzen, haben wir dir hier aufgelistet:

Contact Form 7
Mit diesem kostenlosen Plugin kannst du schnell und einfach Kontaktformulare erstellen, über die deine Zielgruppe direkt mit dir in Kontakt treten kann.

Yoast SEO Plugin
Dieses Plugin erstellt nicht nur automatisch eine XML Sitemap, hier kannst du auch ganz einfach die Meta Description und den Title für deine Seite in den Suchmaschinen hinterlegen.

PS Auto Sitemap
Nicht nur Google findet sich durch eine Sitemap schneller zurecht, auch für deine Besucher ist eine Sitemap äußerst sinnvoll. Das PS Auto Sitemap Plugin hilft dir, ganz einfach eine Sitemap zu erstellen.

Antispam Bee
Bietest du unter Beiträgen die Kommentarfunktion an, solltest du deine Website vor Spam Kommentaren mit unerwünschter Werbung schützen. Dazu kannst du das Antispam Bee Plugin nutzen.

AddFunc Head & Footer Code
Mit Hilfe dieses Plugins lassen sich Codes im Head bzw. im Footer Bereich schnell und ohne Programmierkenntnisse einfügen. Ein weiterer Vorteil dieses Plugins ist, dass die Code auch beim Themewechsel vorhanden bleiben. Fügst du solche Codes direkt im Code deines Themes ein, würden diese verloren gehen.

Fazit

WordPress installieren auf dem Webserver deines Hoster ist für dich jetzt kein Problem mehr. Du hast bereits einige Seiten oder Beiträge angelegt und hast die Startseite deiner kostenlosen WordPress Website festgelegt. Vielleicht hast du auch schon erste WordPress Plugins installiert, die dir dabei helfen deine Website anzupassen.

Das erwartet dich im dritten Kapitel

Im nächsten Artikel möchten wir dir zeigen, wie du kostenlose WordPress Themes findest. Hierzu stellen wir dir verschiedene Quellen vor.

Außerdem zeigen wir dir, worauf du bei der Auswahl achten solltest und wie du diese Themes bei WordPress installieren kannst.

Bonus:

Du möchtest bessere Rankings? Dann lade dir jetzt die kostenlose Checkliste zur OnPage Optimierung herunter. Hier lernst du Schritt für Schritt deine Seite perfekt zu optimieren, sodass du bessere Rankings erreichst.


Wertung: 5 von 5 Sternen | 3 Bewertungen


 


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